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24. Eintrag: Die erste Woche im neuen Jahr...

... war ziemlich ereignisreich.

Am Mittwochmittag, 7.1., meldete mir mein Smartphone über meine ARD-Application, dass in Paris der Anschlag auf das Charlie-Hebdo Journal passiert sei. Ich konnte das erst gar nicht glauben, bis ich den Fernseher eingeschaltet hatte. Und was für Bilder dort permanent gezeigt worden sind, dürftet ihr ja kennen. Ist das alles beunruhigend, wenn die ganze Welt in Aufruhr versetzt ist! Und dann passiert das auch noch, wenn ich in Frankreich bin. Aber woher soll man schon wissen, wann und wo so etwas passiert!! Extremisten wie diese sind (un-)aufhaltbar und unberechenbar. Gestern beim beim "March en silence" in Montpellier traute ich meinen Augen nicht, wie viele Menschen da waren! Ich hatte jedesmal Gänsehaut, sobald die ca. 100.000 Menschen alle gleichzeitig in die Hände geklatscht haben. Angekommen am Place Royal du Peyrou, wollten die Veranstalter warten, bis alle Teilnehmer da sind, aber das war unmöglich. Die Manifestation begann, es schoben sich immer noch Menschenmengen Richtung Arc de Triomphe und dem Place Royal. Gut, dass davor kein Tor war, sodass ein Nadelöhr entstehen kann. Aber genau das war der Fall. Die Reden der Journalisten beendet, die Marseillaise gesungen und dann begann das Schieben und Drängeln durch das Nadelöhr. Die einen wollten nach der Manifestation nach Hause, die anderen wollten bis zum „Ziel“ marschieren. Zum Glück war alles friedlich, alle gut gelaunt, sodass nix passiert ist.

 

Neben all dem Trubel, habe ich es mir (anscheinend) nicht nehmen lassen, auch für Unruhe zu sorgen. Ich bin Donnerstagnachmittag Vélizar abholen gegangen. Beim Vorbeifahren an der Schule, halte ich immer Ausschau nach Parklücken. Et voilà – eine war frei. Jetzt musste ich nur noch einen U-Turn (Kehrtwendung) machen. Und somit verlangsamte ich das Tempo, setzte den Blinker,  der Verkehr hinter mir und auch in Gegenrichtung hielt an und ich habe (in der Lücke) gewendet, um einzuparken. Ein Stück vorwärts gefahren, um korrekt parallel einzuparken, Blinker gesetzt, Rückwärtsgang rein und buff! Auffahrunfall! Mein HinterMann im Peugeot hat es anscheinend nicht verstanden, dass ich es auf die Lücke abgesehen hatte und somit ist er angefahren und ich ihm dann drauf gefahren J Und es passierte das, was mir noch nie passiert ist. Ein entstandener Schaden am Auto DURCH ein anderes Auto. Und das natürlich in Frankreich! Ich stieg aus und wusste, was ich machen musste. Allerdings scheiterte die Theorie mal wieder an der Praxis. Der Peugeotfahrer, auch kein Franzose, und ich, haben uns den Schaden angeschaut. Allerdings hatte ich die Beule in der Stoßstange und nicht er. Und das, was ich verstanden hatte und deuten konnte, war, dass er mir seine Kratzer seiner Stoßstange, die ungefähr jedes französisches Auto hat, zeigen wollte und 30€ haben wollte. Am Anfang war ich klar bei der Sache und habe ihm deutlich gemacht, dass wir ein Protokoll schreiben und die Polizei rufen müssten..., aber als er mir 30, danach irgendwann 20 € bot, dachte ich – das kann doch nicht wahr sein! Wahrscheinlich hatte er keine Versicherung. Außerdem war Vélizar noch nicht abgeholt, alle Autos hupten um uns herum, weil sie nicht sofort überholen konnten. Ich habe Fotos gemacht (auch vom Kennzeichen) und dann Maria angerufen.Sie wollte den Fahrer sprechen, aber hatte ihn auch nicht verstanden.


Dann kam eine Mutter einer Schülerin hinzu, diskutierte mit dem Mann, hatte mich in den Schutz genommen und schließlich ist er abgezogen, und ich habe Vélizar abgeholt. Mit ein bisschen Sicherheit, dass ich das Kennzeichen von ihm hatte, allerdings ohne Constat (Protokoll), bin ich nach Hause gefahren. Das war natürlich neben dem ganzen Aufruhr in Paris, eine weitere Situation, die mich um den Schlaf gebracht hatte, aber bisher haben Maria und Damien noch nichts unternommen, das Auto reparieren zu wollen.

Aber dafür ist das Wetter die ganze Zeit über total schön und ich konnte Samstag mit den Kids wieder einen kleinen Spaziergang machen und natürlich Pferde füttern.

 

 

So, das war meine erste Woche im neuen Jahr. Ich hoffe, es wird etwas ruhiger in dieser Woche.

A la semaine prochaine, 

Bisous, Anne

12.1.15 16:14

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